Ein kulinarischer Höhepunkt: Rehmedaillon au point, zart und saftig. Deftiges Wildgoulasch aus der Terrine. Köstlicher Rehbraten in Wacholderrahm. Das alles klingt nach einem Auszug aus einer Speisekarte eines Nobel – Restaurants. Aber weit gefehlt. So ein feines Wildgericht habe ich im Restaurant noch nie gegessen, sagt selbst ein Kenner. Nicht nur er war beeindruckt vom Benefizessen zugunsten der Stiftung Diakonie im Achental am Samstag, dem 04. März 2006, im Gemeindezentrum.

Die freundlichen Service-Damen Angela und Connie servierten an diesem Abend besondere Feinkost. Verführerisch und sehr, sehr appetitlich waren Medaillons und Braten angerichtet: Garniert von frischen Erdbeeren und Baby-Apfel. Als Beilagen gab es neben den üblichen Preiselbeeren Apfelblaukraut, fein mit Gänseschmalz abgeschmeckt. Auch Bärlauchspätzle und Mini Semmelknödel wurden gereicht. Ein ganz ausgefallenes Schmankerl war der Brez’nguglhupf.

Ob ich da, morgen am Sonntag, mit meinem Mittagessen für die Familie mithalten kann?, hat sich manche Hausfrau gefragt. Es war Spitzengastronomie, die Klaus Heuberger und, raslos assistierend, Claudia Kraus, an diesem Samstagabend in der kleinen Küche des Gemeindezentrums zauberten. Sie waren es, die das Benefizessen zum unvergesslichen Erlebnis werden ließen.

Begleitet durch eine Formation der Mojer Stubnmusi begann das Menü. Ein kleiner Stehempfang mit Cocktails vom Holundersaft und Prosecco ging voran. Gefolgt von einer Wildessenz mit Sherry, Champignons und Kräutern. Bis allen diese Leckerbissen serviert werden konnten, hatten die Gäste Freude an Ciabatta mit leckerem Griebenschmalz.

Prickelndes Zitronensorbet und ein frischer, knackiger Frühlingssalat mit Streifen von Rehfleisch und Himbeeren, die sich sensationell dem fein abgestimmten Dressing anpassten, waren weitere Höhepunkte des kulinarischen Abends.

Zwischen den Gängen konnte ungezwungen geplaudert werden – oder man lauschte einigen launischen Geschichten. Eine davon wies nach, dass mit dem Essen am Samstag nach Aschermittwoch das Fastengebot nicht gebrochen wurde. Legt man nämlich, wie es in der Schweiz heute noch gemacht wird, die ursprüngliche Fastenzeitrechnung zu Grunde, beginnt die “Bauernfastnacht” am darauf folgenden Dienstag.

Aber Fasten hin oder her: Auch nach der coolen, festlichen Nachspeise, dem Lebkuchenparfait auf Rotweinsabajon mit frischen Früchten, hatte man nie das Gefühl, zu viel gegessen zu haben. Der Preis von dreißig Euro war da leicht zu verkraften. In einem guten Restaurant hätte das schließlich um Einiges mehr gekostet, versicherte so mancher Gast und legte sogar noch die ein oder andere Spende oben drauf. Ist ja für einen guten Zweck.

Zum Schluss des Gourmet-Abends wurden die Aktiven mit herzlichem Dank und Blumen bedacht. Auch Meisterkoch Klaus Heuberger überreichte noch mancher überraschter Dame einen farbenfrohen Frühlingsstrauß.

Auf das nächste Benefizessen und damit die Möglichkeit, helfend an edle Speisen zu kommen, gibt es voraussichtlich im kommenden Jahr wieder. Allerdings: Die Kapazitätsgrenze ist mit 25 bis 30 Personen erreicht. Damit lautet das Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm, oder: Wer zu spät kommt, muss ins Restaurant zum Essen.

 

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